Diese sogenannten Poller machen einem nicht nur das Schlafen auf den Bänken unbequem, sondern schrecken auch andere Spaziergänger ab...

Was zunächst als ästhetische Designentscheidung wahrgenommen wird, entpuppt sich ebenfalls als defensiv. Kalte, steinharte Bänke mit Biegung und ohne Lehne. Da möchte niemand länger als 10 Minuten sitzen, geschweige denn schlafen. Dazu der gut riechende Mülleimer in unmittelbarer Nähe.

Man kann vielleicht gut darauf sitzen, aber wirklich einladend sieht es dank der Metalldornen nicht aus. Ein perfektes Beispiel für die Weiterentwicklung der "hostile architecture": dass sich sogar Dornen auf der Lehne befinden können, haben wir hierbei zum ersten Mal gesehen...

Kommen wir nun hingegen zur "sonnigen" Seite.  Das wäre eine Möglichkeit, anders an das Problem ranzugehen. So eine Kopflehne kann schon einen großen Unterschied machen und setzt vor allem ein wichtiges Signal.

Auch nicht schlecht: für Menschen, die nur sitzen wollen, gibt es eine Lehne. Für Menschen, die ein wenig Schlaf brauchen, wurde durch die teils weggelassene Lehne ein bisschen mehr Bewegungsfreiheit gelassen. 

Dieses Beispiel sieht schon fast gar nicht mehr aus wie eine Bank: eher schon wie ein Bettgestell. Und dennoch erfüllt sie die Funktion einer jeden Bank. 

Zwar nicht die größte Bank zum Nächtigen, aber allein das Fehlen von z.B. Metalldornen macht die Bank schon um einiges sympathischer. Zudem befinden sich keine Lehnen, die die Bank zweiteilen und somit enger machen.

Illustrierte Karte von Erfurt

Die oben gezeigten Bilder beziehen sich allesamt auf den Standort Erfurt. Um die Standorte der sowohl negativen, als auch positiven Architektur örtlich beweisen zu können, haben wir diese mithilfe einer eigens illustrierten Karte erkenntlich gemacht.  Die roten Punkte markieren die Stellen, die ein negatives Beispiel aufzeigen, die blauen zeigen die positiven Beispiele.